Ausgangslage
In aller Regel werden die Sprechstunden der Kliniken für Spina bifida und/oder Hydrocephalus von den Eltern mit ihren behinderten Kindern aufgesucht. Es ist daher geplant, in Abstimmung mit der Klinikleitung, möglichst zum Zeitpunkt der Diagnosestellung eine Vertrauensperson – „ASBH-Elternbegleiter/in“ (Experte/in in eigner Sache) – an dieser Stelle einzubeziehen, da die Eltern häufig ohne persönliche Unterstützung weder emotional noch rational in der Lage sind, das komplexe System von zu bewältigenden Herausforderungen vollständig zu durchschauen sowie die für sie geeigneten Angebote (Therapien, Hilfsmittel usw.) auszuwählen und durchzusetzen. Zwar ist ein komplexes Netz an Unterstützung und Strukturen vorhanden, doch ist dieses in der Praxis für die betroffenen Familien zum Zeitpunkt der Diagnosestellung „Spina bifida und/oder Hydrocephalus“ infolge der emotionalen Belastungen und der umfangreichen medizinischen Informationsbedarfe nicht zu erkennen. Obwohl alle grundlegenden Hilfestellungen vorhanden sind, kommt es daher sehr häufig zu Verunsicherungen, die eine möglichst zu Beginn anzustrebende familiäre Bewältigung und adäquate Entwicklungsatmosphäre zur optimalen Förderung des Kindes beeinträchtigen. Durch die geplante Mitarbeit der „Elternbegleiter/innen“, die nachfolgend vorgestellt wird, sollen zwei voneinander abhängige Hauptziele, nämlich einerseits eine optimale Gesundheitsfürsorge und angemessene familiäre Entwicklungsatmosphäre für das betroffene Kind sowie andererseits eine effektive familiäre emotionale und alltagsbezogene Bewältigung erreicht werden. Hierbei soll auch die besondere Situation von Menschen mit Migrationshintergrund bewusst berücksichtigt werden, denn hier erschweren sprachliche Barrieren und kulturelle Verschiedenheit häufig die optimale Förderung des Kindes. Die schriftliche Beantragung von Hilfsmitteln ist nur ein Beispiel, das zeigt, dass gerade hier die Unterstützung Selbsthilfe gefordert ist.
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Die Arbeitsgemeinschaft Spina Bifida und Hydrocephalus e. V. (ASBH) Die ASBH wurde im Jahr 1966 als Selbsthilfeorganisation von Eltern gegründet mit dem Ziel, die Belange der betroffenen Menschen mit Spina bifida und Menschen mit Hydrocephalus sowie deren Eltern in allen Belangen zu fördern, um Benachteiligungen abzubauen und positive Lebensperspektiven zu eröffnen. Während am Anfang noch die Verbesserung der medizinischen Versorgung im Vordergrund der Arbeit stand, um die Überlebenschancen der Kinder zu vergrößern, sind heute die die zentralen Ziele der ASBH ....
Den Abschlussbericht von Prof. Dr. Fritz Haverkamp finden Sie hier als PDF-Download.
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